
Neue Grundsteuer 2025: Was Eigentümer in Bayreuth jetzt beachten müssen
Symbolisches Bild Grundsteuer
Veröffentlicht am: – Autor: Jenny Windsberger

Neue Grundsteuer, neue Kosten: und jeder Vierte sagt: Nein danke!
Die Grundsteuer zählt zu den wichtigsten Einnahmequellen der Kommunen und betrifft nahezu alle Eigentümerinnen und Eigentümerin Deutschland – sei es durch direkte Zahlung oder indirekt über die Nebenkostenabrechnung bei Mietern. Doch mit dem Jahr 2025 steht ein grundlegender Wandel an: die Grundsteuer wird neu berechnet. Bundesweit basiert die neue Grundsteuer auf einem dreistufigen Verfahren: zuerst ermittelt das Finanzamt den Grundsteuerwert, auf dessen Basis dann der Steuermessbetrag berechnet wird. 73% bzw. knapp 3 von 4 Eigentümern in Deutschland zahlen künftig eine höhere Grundsteuer. Am Ende legt jede Gemeinde selbst den Hebesatz fest, der die tatsächliche Steuerhöhe bestimmt. Nicht jedes Bundesland nutzt das gleiche Bewertungsmodell. Bayern hat sich gemeinsam mit anderen Bundesländern für eigene, vereinfachte Modelle entschieden.
Auf einen Blick:


Was Eigentümer in Bayreuth jetzt konkret erwartet:
Bayreuth hat traditionell moderate Hebesätze im Vergleich zu anderen bayerischen Städten. Die Stadt könnte jedoch die Hebesätze anpassen, um mögliche Einnahmeverluste auszugleichen.
- Grundsteuer A (für land– und forstwirtschaftliche Betriebe): 310%
- Grundsteuer B (für bebaute und unbebaute Grundstücke): 430%
Für Bayreuth – eine traditionsreiche Universitätsstadt mit einer lebendigen Mischung aus Alt- und Neubauten – bedeutet die Reform zunächst einmal: weniger Bürokratie und keine Bodenwert-Fragen. Dies kann gerade in begehrten Innenstadtlagen von Vorteil sein. Die Hebesätze und Einnahmen sehen für Bayreuth folgendermaßen aus:
Für das Haushaltsjahr 2025 plant die Stadt Bayreuth mit Einnahmen aus der Grundsteuer B in Höhe von 12,2 Millionen Euro. Diesen Einnahmen sind ein bedeutender Bestandteil des städtischen Haushalts.
Problem der gestiegenen Grundsteuerbeträge in Bayreuth
Dennoch betrifft das Problem der gestiegenen Grundsteuerbeträge auch Bayreuth: So stehen etwa Gartenbesitzer am Oschenberg in Bayreuthderzeit vor gleich zwei Problemen. Neben strengen Naturschutzauflagen sorgen nun auch drastisch gestiegene Grundsteuerbescheide für Unmut. Seit Inkrafttreten der Grundsteuerreform erhalten viele Grundstückseigentümer Schreiben, in denen Steuerbeträge verlangt werden, die teils das Zehnfache der bisherigen Forderungen betragen – und das, obwohl die betroffenen Flächen hauptsächlich als Gärten genutzt werden und kaum bebaut werden dürfen.
Die Betroffenen zeigen sich schockiert: Ihre Gärten werden steuerlich beinahe wie Bauland behandelt, obwohl die Nutzungsmöglichkeiten stark eingeschränkt sind – oft ist nicht mehr als ein kleines Gartenhäuschen erlaubt. Das Finanzamt verweist auf die gesetzliche Grundlage im bayerischen Flächenmodell, während sich die Stadt Bayreuth lediglich als Übermittlerin der Bescheide sieht. Unter den Eigentümern regt sich nun Widerstand – einige denken über eine gemeinsame Klage nach. Eine schnelle Lösung des Problems erscheint jedoch derzeit wenig wahrscheinlich.
Mehr Klarheit für Bayreuth – aber nicht für alle gerechter
Die Grundsteuerreform ist eine riesige Verwaltungsreform – und sie betrifft fast jede Eigentümerin und Eigentümer. Für Bayreuth bringt das bayerische Modell vor allem Vereinfachung, Berechenbarkeit und Transparenz. Wer gut vorbereitet ist, Flächen kennt und seine Bescheide aufmerksam prüft, wird mit der neuen Grundsteuer zurechtkommen. Wer sich nicht kümmert, läuft Gefahr, zu viel zu zahlen – oder seine Rechte zu verschenken. Bayreuths Eigentümer sollten sich also 2025 gut informieren – und zur Not auch Hilfe suchen. Möchten also auch Sie weitere Informationen zur Grundsteuer erhalten und auf Ihre Fragen Antworten bekommen? Dann sprechen Sie unsere Immobilienprofis direkt an – wir unterstützen Sie gerne dabei und bringen Sie auf den neusten Stand!











